8. Mai 2007

Antwort auf die beiden Leserbriefe vom 30. Juli 2007 „Keine gute Empfehlung, in die Region zu ziehen“ und „ Altenheim statt Schule“

Ich kann den Verfassern der beiden o.g. Leserbriefe aus vollem Herzen und in allen Punkten zustimmen. Ihre Empörung, ihr Unverständnis ist für mich nur all zu gut nachvollziehbar. Es wird immer schwerer ertragbar mit welcher Arroganz fernab jeglicher Realität unsere verantwortlichen Politiker einerseits und die gesetzeshörigen Beamten anderseits über die Lern- und Lebensbedingungen der Schüler in unserer Region entscheiden. Herr Schliemann fragte, was denn so schlimm wäre, wenn statt 25 Kindern nur 20 oder weniger in einer Klasse unterrichten würden? Nichts, außer es kostet Geld, welches das Land sparen will. Aber, das gilt es zu Bedenken, Bildung ist eine Zukunftsaufgabe und kein Steinbruch für die Haushaltskonsolidierung. Alle anderen vorgetragenen Gründe, wie zum Beispiel ein nicht praktikables Kurssystem sind nur Scheinargumente und lenken von der allgemeinen Problematik ab. Durch die Schulschließung ist kein gleichwertiges Bildungsangebot in der Region Potsdam-Mittelmark gesichert. Somit wird ein komplettes Bildungsangebot - der zur allgemeinen Hochschulreife - für Schüler einer ganzen Region aus dem Angebot genommen.

Auch über die Ferien- und Urlaubszeit hinaus müssen die Proteste der jetzt wie auch der zukünftigen betroffenen Familien zahlreich und unüberhörbar bleiben, um die Verantwortlichen endlich zum Umdenken zu bewegen. Die Gesetze müssen den Bedingungen im ländlichen Raum angepasst werden und nicht umgekehrt. Nur so kann die Vision Altenheime statt Schulen in die Vision Alterheime und Schulen verwirklicht werden.