Zuerst möchte ich richtig stellen, dass es bei dem Antrag der Linken weder um „Sozialneid“ noch um „geschicktes operieren„ gegangen ist. Wir wollten schlichtweg einen eklatanten Fehler in der Entschädigungssatzung korrigieren, auf den wir leider erst von Dritten aufmerksam gemacht werden mussten. Dafür haben wir uns in der Begründung des Antrages entsprechend entschuldigt.
Und dann ging es, (und geht es uns noch immer) um die durch nichts zu begründende Ungleichbehandlung von Leistungen der anderen Fachausschussvorsitzenden, die nachweislich mehr Aufwand für ihre Funktionen betreiben (müssen). Also um die Herstellung von Gerechtigkeit. Soviel zum rationalen Hintergrund des Antrages. Politische, moralische, emotionale und auch idealistische Betrachtungen könnte man darüber hinaus zahlreich anstellen. Ich denke, jeder Leser wird sich da so seine eigenen Gedanken machen und der eine oder andere vielleicht auch öffentlich. Bei mir überwiegt nach wie vor die Empörung und das Entsetzen darüber, dass Abgeordnete des Kreistages Potsdam-Mittelmark dem politisch motivierten Koalitionszwang die Herstellung von Gerechtigkeit opfern.
Dafür fehlt mir jegliches Verständnis und ich wiederhole, ich schäme mich für diese Abgeordneten, weil sie damit den Kreistag als Ganzes beschädigt haben. Eine Frage bewegt mich aber dennoch. Wenn Herr Burkhardt sein Mandat aus ideellen und nicht aus finanziellen Interesse wahrnimmt, warum hat er dann nicht einfach für den Antrag gestimmt und seine Fraktionskollegen ermuntert, selbiges zu tun? Er allein hätte es in der Hand gehabt, den Kreistag diese Peinlichkeit zu ersparen.
Astrit Rabinowitsch
Mitglied des Kreistages DIE LINKE