Ich bin entsetzt über die Wortwahl des Bundesarbeitsministers, wenn er von „einer kleinen Sensation“ spricht, dass „nur 52.000 Menschen“ innerhalb eines Monats zusätzlich arbeitslos geworden sind und „nur 3,462 Millionen stempeln gehen müssen“.
Dass sich ein Minister (SPD) über diese menschlichen Schicksale mit dieser Wortwahl äußert, zeugt von Arroganz und Überheblichkeit, wenn er sich diesen Anstieg der Arbeitslosenzahlen nur mit der Arbeitsmarktpolitik der Bundesrepublik erklären konnte, die damit bestätigt sei.
Der Fraktionschef der SPD im Landtag Brandenburg, Günter Baaske wollte dem Bundesminister Olaf Scholz offensichtlich nicht nachstehen. Er „jubelte“ darüber, dass die Arbeitslosenquote in Brandenburg leicht gesunken sei und erstmals ein westdeutsches Bundesland (Bremen) hinter sich gelassen wurde.
Da stellt sich mir die Frage, ob es in der Arbeitsmarktpolitik um einen Wettbewerb der Zahlen und Quoten, oder um die Bedürfnisse von Menschen geht. Angesichts der angekündigten steigenden Belastung auf dem Arbeitsmarkt und der bevorstehenden Wahlen bleibt zu hoffen, dass die Wähler derartige Verhaltensweisen der Politiker am 27. September nicht vergessen haben.
Astrit Rabinowitsch
Mitglied des Kreistages Potsdam-Mittelmark
Kandidatin für den Landtag Brandenburg im Wahlkreis 18