7. September 2011

Mittelmark-CDU mit hohler Propaganda auf Kosten von Kindern

Frau Ludwig – ihres Zeichens Vorsitzende der mittelmärkischen CDU - hat sich in den letzen Tagen zweifach zur Abschaffung der Förderschulen in Brandenburg geäußert. In guter jesuitischer Tradition haut sie auf das Land und drückt sich um die eigene Verantwortung. Da ich mich seit über einem Jahr mit dem Thema befasse, weiß ich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Was Michendorf betrifft, hat sie ja umgehend die Antwort bekommen, dass das Norberthaus in seinem Bestand in keiner Weise infrage stehe.

Infrage gestellt werden aber momentan die beiden Fördereinrichtungen in Kleinmachnow – allein durch Untätigkeit der SPD-CDU-Koalition und der von ihr geführten Verwaltung in Potsdam-Mittelmark. Mindestens seit 2007 wurden nur die notwendigsten Reparaturen ausgeführt. Konzeptionelle Überlegungen zur Zukunft der Einrichtungen waren und sind von der Verwaltung nicht zu hören gewesen. Dem Kreistag hat die Verwaltung die Entwicklung der beiden Schulen nie vorgetragen. Doch- einmal, als die Hälfte des Grundstücks am Erlenweg zugunsten der Kreiskasse verkauft wurde.

Was hat Frau Ludwig damit zu tun? Sie war 2007 noch Abgeordnete im Kreistag und ihre Fernsteuerung ist auch heute noch sehr direkt zu spüren. Die CDU ist seit zwei Wahlperioden Regierungspartner in Bad Belzig. Also hier hätte die Sorge um die Kinder, die bisher nicht in einer Regelschule lernen konnten, längst zum Tragen kommen können.

 

Thomas Singer
Sprecher der Kreistagsfraktion DIE LINKE