Das war die erste Straßensammlung

damals bei Minusgraden

14.01.2017 Unterschriften sammeln bei Minusgraden in Teltow

 

Warum wir nicht länger zusehen wollten

Was Auslöser der Friedensaktion war

Im Oktober 2016 stimmten 123 Staaten in der UNO für Verhandlungen zum Verbot aller Atomwaffen. Der  deutsche Botschafter stimmte – gemeinsam mit den meisten NATO-Ländern – dagegen.

Gegen Atomwaffen hilft nur ein absolutes Verbot. Die deutsche Regierung will nicht, ihre führende Vertreter verschärfen die Lage mit immer neuen Äußerungen zur „wachsenden militärischen Verantwortung Deutschlands“.

Also muss die Bevölkerung der Regierung sagen, dass sie an keiner militärischen Lösung interessiert ist, dass sie diesen Weg für falsch hält, dass die die wachsende verbale und faktische Aufrüstung nicht will.

Wir gehen eine Stufe weiter

Wir wollen erreichen, dass – gestärkt durch die Unterschriften und die vielen Gespräche mit den Menschen – wir möglichst viele Gemeinderatsmitglieder, Stadtverordnete und Kreistagsmitglieder finden, damit in alle den Gremien unsere Resolution angenommen wird.

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Gäbe es noch Krieg, wenn wie LINKEN regierten???

Jan van Aken - damals noch Bundestagsabgeordenter - antwortete

Fragen von Krieg und Frieden bewegen die Menschen wieder mehr - auch Kinder fragen, wollen Antwort, ob da was anders ist, wenn die LINKEn regieren würden.

Jan van Aken war zum Weltfriedenstag in Potsdam - Gelegenheit zu einem kurzen Videointerview

Kurz und prägnant drei Gründe von Jan van Aken hier in Youtube im Interview 

 

 

LINKE erinnert an Weltfriedenstag

1.9.2017 Weltfriedenstag - an verschiedenen Orten in Potsdam-Mittelmark erinnerte die LINKE daran, dass vor 78 Jahren Deutschland Polen überfiel - begründet mit einer Lüge vom "Überfall polnischer Freischärler auf den deutschen Sender Gleiwitz" (Neudeutsch heißt das FakeNews) - damit begann der 2. Weltkrieg. Aktuell gibt es genug Gründe, daran zu erinnern, wie Kriege gemacht werden und von wem und warum.

Die Teltower bekamen ganz früh schon auf dem Weg zur Arbeit eine kleine Stärkung mit einem Babybel und dem Symbol der Friedenstaube - dann führte ihr Weg entlang am Bahnhofsgeländer mit blauen Friedenstaubenballons zur S-Bahn.

In Kleinmachnow waren die blauen Ballons begehrt - und Gelegenheit, mit den Erwachsenen über das Datum zu sprechen - für manchen ganz neu, mancher erinnerte sich - aber das Thema ist für die meisten sehr aktuell

Werder wurde an diesem Tag offiziell zur "Stadt des Friedens" - Grundlage war ein Beschluss der Stadtverordentenversammlung auf Initiative der LINKEN.

 

 

9. August 2017

Friedensforum in Bad Belzig am 7. August

Transparent Brandenburger NEIN zu A-Waffen
Brandenburger sagen NEIN

Am 7.8. - genau zwischen dem 6. und 9.August - den Tagen, an denen auf Hiroshima und Nagaski die ersten A-Bomben  fielen -  fand das aktuelle Friedensforum - dieses Mal in der Kreisstadt Bad Belzig statt.

Ganz konkret sind dort die Ankündigung der Fraktionsvorsitzenden der LINKEN in der SVV Bad Belzig, Angela Heyer: Wir wollen, dass die SVV auch die Resolution an den Städte- und Gemeindetag beschließt, dass der sich bei der nächsten Bundesregierung für atomare Abrüstung einsetzt.

Ebenso konkret die Äußerung des Mediziners, Dr. Hans-Peter Jung, der sich seit den 80iger-Jahren bei IPPW - den Ärzten gegen den Atomkrieg engagiert: „Ich war mein Leben lang parteilos“, unterstrich Hans-Peter Jung. „Wenn es aber um diese Sache geht, sind die Linken allemal meine Mitstreiter“, so der 81-Jährige. Er selbst jedenfalls will sich ebenfalls weiter für den Frieden engagieren und war schon Gast bei mehreren Friedensforen.

Mehr Informationen auf der Seite der LINKEN  von Bad Belzig und aus der Presse

7. Juli 2017
Atomwaffen endlich verbieten - der Vertrag dazu liegt nun vor

Es bewegt sich was - jede Aktion hat geholfen - jede Aktion hilft

ICAN Deutschland e.V. Veröffentlicht am 7. Juli 2017

UN beschließen historisches Abkommen über Verbot von Kernwaffen

7. Juli 2017: 122 Staaten haben am Freitagmorgen bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten: die internationale Staatengemeinschaft akzeptiert den bisherigen Sonderstatus der Atommächte nicht länger. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Damit handelt künftig auch die Bundesregierung mit der nuklearen Teilhabe in der NATO und der Verfügung über US-Atomwaffen in Deutschland gegen geltendes Völkerrecht. Die Bundesregierung blieb aus diesem Grund und auf Druck der USA den Verhandlungen fern.

Friedensaktivisten sehen in dem Vertrag einen Durchbruch. „Das Verbot schließt eine völkerrechtliche Lücke, die trotz Ende des Kalten Krieges über Jahrzehnte offen klaffte“, sagt Sascha Hach von ICAN Deutschland. „Bio- und Chemiewaffen sind schon lange verboten, doch der Besitz von Atomwaffen war bis heute erlaubt. Dieses Paradox haben die atomwaffenfreien Länder nun beendet, indem sie den Aufstand gegen die Atommächte gewagt haben.“

Die Atomwaffenstaaten haben die Verhandlungen boykottiert, ebenso die meisten NATO-Staaten. „Der Vertrag wird trotzdem Wirkung entfalten“, sagt Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der IPPNW. „Er stigmatisiert den Besitz von Atomwaffen und erhöht den Druck zur Abrüstung. Außerdem verbessert sich der Schutz von Opfern von Atomwaffeneinsätzen und -tests durch konkrete Auflagen zu Opferhilfen und Umweltrehabilitation.“ Aber auch für die deutsche Nuklearpolitik hat der Vertrag Hall zufolge Konsequenzen. „Das Atomwaffenverbot läutet das Ende der Abschreckungspolitik ein. Die Stationierung von US-Atomwaffen auf deutschem Boden ist mit dem Vertrag nicht vereinbar. Diese völkerrechtliche Klärung einer seit Jahrzehnten juristisch hochumstrittenen Praxis, begrüßen wir ausdrücklich“.

Mit dem Vertrag vollzieht sich eine historische Wende in der Nuklearpolitik. Erstmals rücken die menschliche Sicherheit und die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen ins Zentrum der Diskussionen. Den Anstoß hierfür gaben vor allem die internationale Zivilgesellschaft und Staaten, die keine Atomwaffen besitzen.

Nukleare Abrüstung ist künftig keine Frage, die Atomwaffenstaaten ungestört unter sich ausmachen können. Die Blockadepolitik der Atommächte ist damit

beendet. Der Vertragstext macht den Weg frei für ein Mitspracherecht aller Staaten. Neben den Verbotsvorschriften schafft das Abkommen auch Rahmenbedingungen für ein umfassendes Kontroll- und Verifikationsregime. Bisher mussten sich nur Staaten, die keine Atomwaffen besitzen Sicherheitsvorkehrungen unterziehen. Der Vertrag schafft nun die Grundlage, dass künftig auch Atomwaffenstaaten kontrolliert und verpflichtet werden, mit anderen Staaten in Abrüstungsfragen zusammenzuarbeiten. Ab jetzt muss eine atomwaffenfreie Welt gemeinsam verwirklicht werden.

Zugleich sorgt die Offenheit des Vertrages gegenüber Staaten, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beitreten können oder wollen, dafür, dass das Regelwerk lebendig bleibt. Somit kann der Geltungsbereich schrittweise erweitert werden.

„Es ist ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den von Atomwaffenstaaten dominierten Sicherheitsrat, der in seiner Rolle als Hüter des Weltfriedens versagt hat“, unterstreicht Hach die geopolitische Dimension des Abkommens. „Doch die Bedeutung des Vertrages erschöpft sich nicht in der Rebellion gegen die Verweigerungshaltung und Arroganz der Mächtigen. Überdies werden die Türen weit geöffnet für eine gemeinsame und multilateral begründete Weltordnungspolitik.“

Nach Inkrafttreten des Vertrages ist der Besitz von Atomwaffen mit einem beträchtlichen diplomatischen Reputationsschaden verbunden. Dies wird den weltweiten Druck für Abrüstung massiv erhöhen.

Maßgebliche Initiatoren für die Aufnahme der Verhandlungen waren Österreich, Irland, Südafrika, Nigeria, Brasilien und Mexiko.

Der Vertrag wird nach aktuellem Stand ab dem 20. September 2017 in Anwesenheit der Außenminister bei der UN-Vollversammlung feierlich zur Unterschrift freigegeben. Notwendig sind 50 Ratifizierungen, damit der Vertrag 90 Tage später in Kraft tritt.

Mehr Informationen zu den Verbotsverhandlungen: www.nuclearban.de