8. Januar 2018 Thomas Singer

Antrag: Mehr Licht für die Jäger

Nach 71.364 erlegten Wildschweinen in Brandenburg im Jagdjahr 2015/16 haben die Jäger vom 01.04.16 bis 31.03.17 acht Prozent mehr Wildschweine erlegt – insgesamt 76.500 Tiere.
Trotzdem sind immer wieder Wildschweinschäden zu beklagen. Die Tiere lassen sich auch nur eingeschränkt vergrämen. Auch die Drückjagden bringen oft nicht den gewünschten Erfolg. Wildschweine sind schlau und finden Ausweichstrategien. Gleichzeitig bewirkt das reichliche Futterangebot, dass sich die Tiere reichlich vermehren.
Die Fraktion DIE LINKE im Kreistag hat deshalb einen Antrag mit drei Punkten gestellt:

1. die Chancen der Jäger zu erhöhen. Bisher jagen die Jäger in der Dämmerung oder bei gutem Mondlicht. Wir fordern die Verwaltung auf, zu prüfen, wie der Einsatz von Nachtzielgeräten ermöglicht werden kann. Der ist bisher nicht erlaubt. Aber die Zahl der Jäger und die Freizeitstunden, die sie für die Jagd einsetzen können ist beschränkt. Also soll nach unserem Antrag der Jagderfolg pro Stunde vergrößert werden.

2. Gleichzeitig beantragen wir den Einsatz von Empfängnisverhütungsmitteln zu prüfen.

3. Eine finanzielle Entlastung für Jäger ist der dritte Punkt des Antrags. Die Jäger müssen für jedes erlegtes Tier eine Probe zur Trichinenkontrolle bringen. ist das Tier hinter der Kreisgrenze erlegt worden, muss die Probe in dem betreffenden Kreis eingereicht werden. Außerdem fallen dann Kosten an, die bei in Potsdam-Mittelmark erlegten Tieren nach Beschluss des Kreistages der Landkreis übernimmt. Wenigstens die Kosten sollte auch bei Wildschweinen von hinter der (Kreis-)Grenze den Jägern erstattet werden. Die Wildscheine beachten die Kreisgrenzen auch nicht.

Außerdem die Bitte der Jäger und Verwaltungen: Keine Wildtiere füttern – das führt nicht nur zu mehr Frischlingen, sondern auch zur Einbuße des natürlichen Distanzverhaltens. Umso mehr trauen sich die Tiere in Ortschaften. Das kann neben noch mehr Schäden auch zu gefährliche Begegnungen führen – mit den Tieren oder mit dem Ordnungsamt, denn Fütterung von Wildtieren ist verboten.