2. November 2017

Erstaunliches aus dem letzten Kreistag - von Astrit Rabinowitsch

Astrit Rabinowitsch

Der Antrag wurde in der laufenden Sitzung vom Fraktionsvorsitzenden der SPD kurzerhand geändert. Keine Rede mehr von mehr Personal, nein, die vorhandenen Mitarbeiter wurden zu Überstunden und Samstagsarbeit verpflichtet. Seit Jahren gibt es dieses leidige Problem in der Elterngeldstelle. Bereits 2013 hatten wir eine ähnlich brisante Bearbeitungszeit von 12 Wochen. Regelmäßige Nachfragen meinerseits ergaben immer wieder die Tatsache, dass größtenteils die vier wöchige gesetzliche Frist nicht eingehalten werden konnte, weil offensichtlich zu wenig Personal für die anfallenden Anträge zur Verfügung stand. Es war also mehr als sinnhaft, endlich mehr Personalstellen zu schaffen. Um so größer der Frust bei allen direkt und indirekt Betroffenen, dass es wieder nur eine halbherzige und zudem nicht zukunftsfähige Lösung gibt. Zum Glück steigen die Geburten auch in unserem Landkreis weiter an, gleichzeitig werden die Wartezeiten auf Elterngeld aber nicht sinken, wenn nicht endlich „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden. Und das heißt mehr Personal! Je länger man das vor sich herschiebt, um so später wird das Problem endlich vom Tisch sein. Im Interesse der Eltern werde ich nicht locker lassen und die Umsetzung der gesetzlichen Frist immer wieder einfordern.

Astrit Rabinowitsch

Kreistagsabgeordnete
Fraktion Die Linke