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Solidarität mit Warnstreik im RIVA-Elektrostahlwerk Brandenburg

Ab 05.00 Uhr morgens begann am Montag der Warnstreik der RIVA-Elektrostahlwerker in Brandenburg a.d.H.. Seit 20. März gibt es den Tarifvertrag Stahl-Ost, aber die Brandenburger Geschäftsführung weigert sich bisher diesen zu übernehmen. Nach der 6. Gesprächsrunde war nun der Warnstreik fällig. Unterstützt wurden die Elektrostahlwerker von Kolleginnen und Kollegen aus Trier und Horath, die bereits seit 6 Wochen für einen neuen Tarifvertrag streiken. Mit Sprechchören wie “Mit Power durch die Mauer, brecht sie weg!“ und „Hoch die internationale Solidarität“ machten sich die streikenden gegenseitig Mut und bedankten sich auf diese Weise auch bei den italienischen Kolleginnen und Kollegen, die am 12. Juni einen Generalstreik auch für die Standorte in Deutschland gemacht hatten. Zur Unterstützung kamen auch Mitglieder der Betriebsräte vom Brandenburger Klinikum und vom ZF, u.a. Andreas Kutsche und Carmen Bahlo. Verdi hat auch mit Streikunterstützung erreicht, dass das Klinikum ab 01.01.2020 wieder den TV ÖD anwendet.

Andreas Bernig überbrachte die solidarischen Grüße der Fraktion aber auch der beiden Spitzenkandidaten Sebastian Walter und Katrin Dannenberg. Wir wollen Gute Arbeit in Brandenburg, dazu brauche es aber mehr Tarifverträge. In Brandenburg sei die Tarifbindung in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen. Das müsse gestoppt werden. Die Elektrostahlwerker und die IG Metall gäben mit ihrem Kampf Mut und Kraft. Andreas Bernig beglückwünschte die Streikenden zu ihrer Entschlossenheit. Sie gingen mit gutem Beispiel voran. Nur so könne die soziale Marktwirtschaft funktionieren. Es sei eine Schande, dass es 30 Jahre nach dem Mauerfall noch 20 % und mehr Lohnunterschiede und unterschiedliche Arbeitszeiten gäbe. Ja man versuche sogar Ost und West gegeneinander auszuspielen und die 35 Stunden Woche im Westen wieder abzuschaffen. Deshalb bedankte er sich auch bei den Kolleginnen und Kollegen aus Trier und Horath für ihre Solidarität. Auch der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg Christian Hoßbach überbrachte solidarische Grüße und betonte, dass man nur gemeinsam erfolgreich sei.


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