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Claudia Sprengel

Sommertour Anke Domscheit-Berg: Drahtzierhei Wiesenburg

Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg war am vergangenen Donnerstag und Freitag erneut in ihrem Wahlkreis unterwegs. Diesmal ging es nach Potsdam Mittelmark, rund um Wiesenburg, Bad Belzig und Borkheide.

Teil II: Drahtzieherei Wiesenburg

Im Anschluss an das Gut Schmerwitz besuchte die Abgeordnete gemeinsam mit Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf (DIE LINKE), die dort ansässige Drahtzieherei, die vor gut einem Jahr von Lincoln Electronics aufgekauft wurde. Nachdem das vertraglich verpflichtete Bestandsjahr um war, wurde im Mai der Belegschaft mitgeteilt, dass der Standort geschlossen werden soll - angeblich wegen Unwirtschaftlichkeit. Ein fragliches Argument, da die Nachfrage boomt und die Margen nach Angaben einer ehemaligen Führungskraft der Drahtzieherei zuletzt sogar bei 20% lagen. Das Werk in Wiesenburg hatte volle Auftragsbücher und arbeitete profitabel. "Erst am folgenden Tag erhielt ich einen Anruf von einem Vertreter des Konzerns, den ich bereits im Juli um einen Gesprächstermin gebeten hatte, der aber keine neuen Informationen brachte", erklärte die Bundestagsabgeordnete. Gemeinsam mit anderen linken Politikern versuchte sie schon vorab, die Schließung des Werkes zu verhindern, denn es gab sogar mehrere Kaufinteressenten. Dennoch wurde im Juli bekannt gegeben, dass die Arbeit eingestellt wird. So stehen die Maschinen nun still, denn verkaufen will der Konzern nicht. "Ein Fall, der nach Marktbereinigung riecht, wo man einen Konkurrenten durch Aufkauf und Stilllegung loswerden will. So lief es damals in Bischofferode jedenfalls auch und natürlich würde man so etwas nicht zugeben. Von Seiten des Konzerns hieß es schlicht, die Angebote der Kaufinteressenten seien nicht attraktiv genug gewesen", kommentiert Anke Domscheit-Berg die Abwicklung des Unternehmens. Nun hängen Arbeitskräfte in der Luft. Produktionsleiter Andreas Schilling, der durch die Anlage führte, wünschte sich am meisten, die Maschinen und Anlagen mit der Belegschaft beispielsweise als Genossenschaft übernehmen zu können, um die Produktion fortzusetzen, denn der Markt für den Draht ist da. Die meisten der etwa 40 Mitarbeiter*innen kommen aus der Gegend um Wiesenburg und da es dort sonst keine Industrie gibt, hängt viele von diesen Arbeitsplätzen ab. Aber auch an die Belegschaft will der Konzern nicht verkaufen. Die Abgeordnete verspricht daher: "Ich werde mich weiter für den Standort einsetzen, noch lebt ein Rest Hoffnung. Die Besichtigung war trotz traurigem Anlass sehr spannend, ich bekam alles genau erklärt, wie Draht entsteht, beschichtet wird, etc. und es war natürlich sehr beeindruckend, so eine Geisterfabrik zu besuchen, in der Staub sich langsam über unbenutzte Tische legt, aber die Kupferdrahtrollen so schön glänzen, als wären sie erst gestern produziert worden. Vielleicht finden sie ja doch noch Käufer."


TS

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