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Finanzierung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit ist der menschenwürdigere, sozialere, wirksamere und nachhaltigere wie auch kostengünstigere Weg

Dr. Andreas Bernig, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und Gewerkschaften, anlässlich der Arbeitsmarktgesprächs- Reihe der Fraktion DIE LINKE. im Landtag Mecklenburg-Vorpommern zur Frage der Integration Langzeitarbeitsloser Frauen und Männer als Herausforderung für die Bundes- und Landespolitik:

Trotz je individueller Probleme und Bedarfe – bundesweit verschlechtern sich seit Jahren gleichermaßen die Rahmenbedingungen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen.:  Bei insgesamt abnehmender absoluter Arbeitslosigkeit werden die Problemlagen immer komplexer und die Sockelarbeitslosigkeit verfestigt sich weiterhin. Vor diesem Hintergrund bedeuten die seit 2009 bis heute um 50% erfolgten Kürzungen der Bundesmittel für aktive Arbeitsmarktpolitik das Im-Stich-lassen gerade der unterstützungsbedürftigsten Erwerbsfähigen mit den schlechtesten Chancen auf Arbeitsintegration und somit auch soziale Teilhabe. In Mecklenburg-Vorpommern wie Brandenburg sind dies v.a. niedrig und unqualifizierte Jugendliche und junge Erwachsene, über 55- Jährige, Ausländer_innen, Alleinerziehende und (schwer)behinderte Arbeitssuchende.

Wie die Problemgruppen, so stimmen auch wichtige Problemdiagnosen im Grundsatz überein: die Integrationsmittel wie -instrumente sind zu wenig und nicht nachhaltig ausgestaltet. Passgenaue Vermittlung ist nicht als 'Massengeschäft' möglich. Und: Langzeitarbeitslosigkeit macht krank.

Auch deshalb sind Austausch und Diskussion der Linksfraktionen der Länder wie auch mit anderen relevanten Akteuren vor Ort entscheidend, um neue Lösungen und innovative Ideen für die Umsetzung guter Arbeitsbedingungen bundesweit und aktiver, regionalbedarfsspezifischer    Arbeitsmarktpolitik in den Ländern zu finden und weiterzuentwickeln.

So auch stellte sich in Rostock u.a. ein Brandenburger Erfolgsprojekt vor: „CAMPUS der Generationen Plus“. Das Projekt zur Verbesserung der Wiederbeschäftigungschancen älterer (50+)  erwerbsloser Akademiker_innen (und qualifizierter Fachkräfte) startete 2008 im Rahmen der INNOPUNKT-Kampagne „Ältere – Erfahrung trifft Herausforderung“. Es wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie (MASF) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und wurde bereits mehrfach prämiert; so etwa mit der Auszeichnung eines bundesweit beispielhaften Projekts für den Umgang mit demographischem Wandel.

In der von der UP Transfer GmbH der Universität Potsdam getragenen Initiative besuchen die Arbeitssuchenden einerseits freiwillig reguläre Vorlesungen, Seminare u.a. Studienangebote, zugleich werden in verschiedensten Workshops allgemein arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten erlernt bzw. aufgefrischt. Herzstück der Initiative ist jedoch die innovative Zusammenarbeit  von Studierenden und den älteren Akademiker_innen in Kleinstteams, in deren Rahmen konkrete, von Brandenburger Unternehmen eingereichte Aufgabenstellungen bearbeitet und handfeste Umsetzungsvorschläge erarbeitet und präsentiert werden. Hierbei gewinnen alle Beteiligten: Die Teilnehmenden bauen wieder Kontakt zum 1. Arbeitsmarkt auf, erkennen ihre eigenen Stärken, können ihr Wissen auffrischen bzw. ausweiten und ihre wertvollen Erfahrungen praktisch weitergeben sowie gewinnen dank der Erkenntnis, relevant mitwirken zu können (/gebraucht zu werden), Motivation zurück. Auch die Studierenden lernen dazu. Sie können endlich Theorie anzuwenden und Einsichten in praktische, jahrzehntelange Arbeitserfahrung hinzugewinnen. Die Firmen profitieren von innovativen Ideen zur Projektumsetzung und dem potentiellen Gewinn neuer 'älterer' (und potentiell zukünftiger) Mitarbeiter_innen.

Die „CAMPUS“- Vermittlungsquote von 54% - in richtige, sozialversicherungspflichtige, 'gute Arbeit'! - spricht für sich!

Ein Fazit der abschließenden Diskussionen lautete: Ein weiteres Mal (– wie schon bei 'Arbeit für Brandenburg' sowie der geplanten Neuauflage vom Öffentlich geförderten Beschäftigungssektor – ) zeigte ein Brandenburger Projektbeispiel, dass die Finanzierung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit der menschenwürdigere, sozialere, wirksamere und nachhaltigere wie auch kostengünstigere Weg ist, Arbeitslosen mit den verschiedensten Problemlagen und Vermittlungshemnissen zu sinnvollen Tätigkeiten sowie v.a. auch zu sozialer Teilhabe und gesellschaftlicher Reintegration zu verhelfen.


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