Gelebte Solidarität in der Kur- und Kreisstadt
Auch die 15. Auflage des traditionellen Solitages "Weihnachten für Alle!" konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Kundinnen und Kunden der EDEKA-Märkte in Bad Belzig und des Rossmann-Marktes waren am Samstag aufgerufen, Solidarität gegenüber denjenigen zu leisten, die mit sehr wenig Einkommen in dem übrigens immer noch reichen Land leben müssen. Der Grundgedanke der Aktion: Wenn sehr viele Menschen, die sich beteiligen, nur ein bisschen mehr einkaufen als sie selbst brauchen, kommen so viele Spenden zusammen, um den von Armut Betroffenen zumindest würdige Weihnachtsfesttage zu ermöglichen.
Das Konzept ging auch in diesem Jahr auf, wenngleich es in einem schwierigen gesellschaftlichen Umfeld stattfinden musste. Preise für Lebensmittel und Energie sind immer noch hoch und werden ab dem nächsten Jahr aufgrund der Erhöhung des CO2-Preises steigen. 1400 Lehrer fehlen und allgemein sinkt das Bildungsniveau, was nicht nur PISA zeigt. Tausende Brücken müssen saniert werden und hunderte Schulen. Das Gesundheits- und Pflegesystem ist immer weniger zum Wohle das Menschen als zur Renditeerwirtschaftung ausgerichtet. Und sicher hat die Kampagne der CDU und AFD gegen die Erhöhung des Bürgergeldes auch etwas verfangen. Im Ergebnis sitzt das Geld auch bei Menschen aus dem Mittelstand nicht mehr so locker.
Mag auch das dazu geführt haben, dass am Sonnabend Abend die Tische in der Sammelstelle des Solitages nicht ganz so voll waren wie in den letzten Jahren. Unabhängig davon: das Ziel wurde erreicht, die Vereine Verein für Arbeit und Leben, die Belziger Tafel und der Verein Tierhilfe "Hof Samtschnute e.V." konnten wieder kistenweise Gespendetes in Empfang nehmen.
Der Dank der Organisatoren gilt den EDEKA-Märkten, dem Rossmann-Markt und dem Landmarkt. Dank geht an die Innenstadt-Geschäfte Idee und Spiel Große, an die Buchhandlung Ritter, an Schreibwaren und Bürobedarf Höhne und an Frau Karola Malohn von FTS Boden- und Raumkonzept, die sich zum ersten Mal an der Aktion mit einem Bastelstand beteiligt hat.
Dank auch den fast 30 Helferinnen und Helfern in den Märkten und in der Sammelstelle. Wir danken auch den Unterstützern der Aktionen, insbesondere dem Bürgermeister Dr. Robert Pulz, der es sich auch nicht nehmen ließ, sich zwei Stunden im Klinkengrund-Markt zu beteiligen. Und natürlich danken wir den Kundinnen und Kunden der Geschäfte. Einige haben die Aktion auch finanziell unterstützt.
Auch in diesem Jahr gilt: Jetzt kann Weihnachten kommen.
(Weitere Fotos werden folgen)
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