Arbeitsmarkt: Positiver Landestrend stabil - Bund bleibt gefordert
Die neueste Arbeitsmarktstatistik bestätigt den langfristig fortgesetzten Trend einer Arbeitslosenquote im Land auf einem seit der Wende historischen Tiefstand: So waren im November 2014 in Brandenburg 114.208 Arbeitslose gemeldet (Arbeitslosenquote: 8,6%), vor genau einem Jahr waren es noch 123.758 (Quote : 9,2%).
Doch darauf wollen wir uns nicht ausruhen! Neben nach wie vor etlichen arbeitsmarktpolitischen Problemen, die angepackt werden müssen – wie der Fachkräftesicherung oder der Verbesserung von Arbeits- und Ausbildungsbedingungen – erwarten wir von der Landesregierung, sich, wie angekündigt, vor allem auch der Bekämpfung der hohen Langzeitarbeitslosigkeit zu widmen.
DIE LINKE fordert die Finanzierung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit ein. Unmissverständlich wenden wir uns gegen die seit Jahren auf Bundesebene betriebene Kürzung der Finanzmittel für Wiedereingliederungsmaßnahmen. Denn viele der zumeist älteren, vermittlungsfernen Langzeitarbeitslosen haben ohne Unterstützung keine Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt – und so faktisch auch nicht auf gesellschaftliche Teilhabe. Weitere Mittel hierfür könnten durch den s.g. „Passiv-Aktiv-Transfer“ (PAT) gewonnen werden – das bedeutet: Hartz IV-Regelsatz und Unterkunftskosten gehen nun in Form eines Lohnkostenzuschusses an Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtig einstellen.
Wir verweisen hier auf den Vorstoß der möglichen rot-rot-grünen Landesregierung in Thüringen. Schließlich hat die Bundesagentur in Nürnberg ihre Aufgeschlossenheit schon signalisiert. Darauf muss der Bund reagieren!
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