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Björn Oesingmann

Erlebnisbericht von meinem ersten Parteitag bei den Linken

Erlebnisbericht von meinem ersten Parteitag bei den Linken, oder warum die Blumen die Köpfe hängen lassen…

Irgendwie habe ich es ja trotz meines hohen Alters viele Jahre geschafft, Abstinenz von SED, PDS und jetzt der Linken zu wahren. Trotz intensiver Bemühungen (gerade von der SED) konnte ich immer widerstehen. Aber für jeden kommt hoffentlich mal der Tag, an dem ihn die politische und gesellschaftliche Entwicklung im Land dazu bewegt, sich mit Linken Zielen auseinanderzusetzen und nach Möglichkeit dafür einzustehen.

Na gut, genug Linke Werbung und weiter zu meinen Erlebnissen. Am 27.01. & 28.01.2024 fand ja die Vertreterinnenversammlung für die Landtagswahl 2024 in Templin statt. Die Linke verkündet ja auf allen Ebenen intern und extern, dass sie sich erneuern will und muss. Vor diesen Hintergrund fuhr ich gespannt und neugierig zu der Versammlung. Nach einigen Vorträgen unter anderen von Gregor Gysi ging die Wahl der Kandidaten für die Listenplätze los. Bei der Wahl der Kandidaten*Innen war plötzlich nichts mehr von Erneuerung zu spüren. Es wurden wieder die Kandidaten*Innen gewählt, die sowieso schon im Landtag sitzen. Einige Medien berichteten, dass die Partei auf alte und erfahrene Genoss*Innen zurückgegriffen hat und Neulinge nicht zum Zug kamen. Ich persönlich frage mich, ob das der richtige Weg ist und fordere folgende Punkte, die aus meiner Sicht für den Erneuerungsprozess der Partei aus meiner Sicht elementar sind:

- Kandidaten die schon mehrere Jahre im Landtag saßen und sich wieder aufstellen lassen wollen, legen Rechenschaft über die Erfolge ihrer parlamentarischen und außerparlamentarischen Arbeit ab

- Die Auswahl der Kandidat*Innen erfolgt wie allgemein üblich nach Ihrer Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung

- Unsere Abgeordneten sind im Regelfall höchstens 2 Legislaturperioden in den Parlamenten. Ausnahmen von der Regel gegenüber der Partei klar begründet werden

- In den Parlamenten wird die Linkspartei von einem Querschnitt der Gesellschaft vertreten. Die Linkspartei füllt Ihre Fraktionen nicht mit Berufspolitikern.

Mir persönlich geht es nicht um irgendwelche Quoten und Sitze im Land/ Bundestag. Ich möchte mich für die Probleme der Menschen im Land einsetzen, eine helfende Hand reichen oder vielleicht auch lautstark unsere Regierungslenker auf die Probleme der Menschen hinweisen und Lösungen einfordern. Das ist für mich linke Politik und wenn wir uns dahingehend wieder zurückbesinnen oder gern auch erneuern, dann klappt es doch mit den Wahlergebnissen automatisch. In einer Zeit, wo die Menschen das Vertrauen in die Regierungsparteien verloren haben und Ihre Stimme irgendwelchen obskuren Bauernfängern geben wollen, braucht es die viel zitierte „echte“ Linke. Zu einer echten Linken gehören dann aber auch die Volksvertreter, die die Hemdsärmel hochkrempeln und sich auch die Finger dreckig machen, um die Probleme der Bürger anzugehen. Letzter Satz zum Thema, wenn ich eine langjährige und erfahrene Bürgermeisterin als Kandidatin habe und im Landtag der Bereich Kommunalpolitik besetzt werden soll, dann ist doch klar, wie ich zum Wohl der Bürger entscheide. Ich persönlich würde diesen Wahltag mit einem Begriff aus der Nachwendezeit beschreiben, „Seilschaften“ die wieder funktioniert haben.

Ich werde mich trotzdem weiter auf Kommunalebene für die Probleme der Bürger interessieren und möglicherweise auch meine Kandidatur als Direktkandidat in meiner Heimat Seddiner See und Umland beibehalten. Ich habe aber auch Gesprächsbedarf und werde die Verantwortlichen unserer Partei zu Gesprächen über diese und zukünftige Kandidatenaufstellungen einladen

PS. Björn Oesingmann ist Brandenburger Festivalveranstalter und Direktkandidat der Linken für den Brandenburger Landtag.


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