Für gute und sichere Arbeit – Das muss drin sein
Dr. Andreas Bernig
Dieser positive Trend geht auch in Brandenburg mit einer Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeit, Midi- und Minijobs einher. Seit Mitte der 1990er Jahre sind neue Arbeitsplätze vor allem durch flexiblere Bezahlung im Niedriglohnsektor entstanden. So arbeiteten 2013 laut Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes 5,6 Prozent der abhängig Beschäftigten in so genannten Minijobs und 9 Prozent in Teilzeit bis zu 20 Wochenstunden. Mehr als 16.000 Beschäftigte hatten Leiharbeitsverträge.
Atypische Beschäftigung darf nicht zum Normalfall werden. Leiharbeit, Teilzeit und Befristung müssen wieder die Ausnahme statt die Regel werden. DIE LINKE. Fraktion im Landtag Brandenburg unterstützt die Kampagne „Das muss drin sein“ gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse. Gemeinsam mit Gewerkschaften und allen, die für soziale Gerechtigkeit und für die Rechte der Arbeitnehmer/-innen morgen auf die Straße gehen, kämpfen wir für gute und sichere Arbeit, für die Integration von Langzeitarbeitslosen beispielsweise durch die Neugestaltung eines nachhaltigen öffentlich geförderten Beschäftigungssektors. Wir wollen den Brandenburger Arbeitsmarkt attraktiver machen durch anständige Bezahlung, sichere Arbeitsplätze und eine funktionierende Sozialpartnerschaft. Die Fortschreibung der Sozialpartnerrichtlinie durch die Landesregierung werden wir aktiv begleiten.
Der gesetzliche Mindestlohn hat sich in den ersten Monaten bewährt, aber 8,50 Euro Stundenlohn reicht nicht für ein Leben ohne Existenzangst oder eine armutsfeste Rente. Hier sind Korrekturen in Richtung 10 Euro notwendig. Die Aufzeichnungspflichten jedoch müssen unangetastet bleiben.
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